Belton´s Rauhhaarteckel
                     Rauhhaarteckel Standard - Familienaufzucht

Der Anfang meiner Zucht - wie alles begann.

Irgendwie war ich schon immer "Dackelinfiziert".

Mit 12 Jahren bekam ich meinen ersten Dackel, den dürrlaubfarbenen Zwergteckel
"Crips aus Rübezahlsreich" (v. 1968 - 1979) In Unkenntnis von Farben nannte ich ihn immer "meinen blonden Dackel"!

Als Crips, genannt Vico, dann von uns ging, kam die kleine Zwergteckeldame,
"Biggi von der Brockenstube" (139DD09) zu uns (v. 1980 - 1991),

... wie ging es dann weiter ...

Nach dem Tod von meiner kleinen Biggi musste eine neue Dackeldame her, genauso sollte sie aussehen....... und ich wollte diesmal alles richtig machen, mit Verein, Zucht und allem was dazu gehört. Ich bekam von der Welpenvermittlung eine Telefonnummer aus der Nähe von Lüneburg. Es wurde sofort Kontakt aufgenommen und ich erfuhr, dass ein Wurf Rauhhaaarzwerge in Erwartung war. Wir fuhren hin, als die Welpen 3 Wochen alt waren. Es waren, bis auf eine für mich "haarlose" Hündin, nur Rüden in dem Wurf. So kam ich zu meinem Anton, ein Rüde, frech und total süüüüß! Der sollte es dann sein.

   GS 94 Anton vom Langenbalkenfelde - Ahnentafel -
             Stb.Nr.: 91Z2366R, WT.: 24.05.1991 - 16.06.2009      
                                         Fw: V(sg), Gtb: 170/93                                                            
                    Lz.: Sp/J, Sp, St, Vp, SchwhK, SchwhK/40, BhFK, Wa.-T, BHP 1+2
Züchter: Herbert aus Holzen/Reinstorf
nach Anton sind 5 Würfe mir 12/10 Welpen gezogen

Ein Gedicht "mein Freund Anton"

Nun hatte ich mir ja vorgenommen "alles ordentlich zu machen", aber ein Rüde ohne Hündin - kann nicht klappen! Also brauchte ich noch eine Hündin. Da Anton aus dem "Gardemaß Zwerg" entwachsen war, musste ich jetzt eine Standard Hündin haben. Da Anton einen guten Haarwuchs hatte und sehr temperamentvoll war, sollte ich mir, laut Aussage der "Fachfrauen" im Verein, eine ruhige und knapp behaarte Hündin dazu suchen. Ich liebte aber eigentlich grade Antons Locken, aber naja, ich fand etwas Passendes. Ich suchte mir die ruhige und edle Annabell aus - wobei mir ihre wuscheligen und wilden Geschwister viel besser gefielen. Es sollte aber ein Glücksgriff sein - wie sich später herausstellen sollte.

BSs 96, GS 94 Annabell vom Klosterstift - Ahnentafel -
Stb.Nr.: 9205317 R, WT: 13.06.1992 - 12.09.2009
Fw: V(V), Gtb: 207/94

Sp, St, SchwhK, SchwhKF, Sw I/I, SchwhK/40, SchwhN, Vp, Int.Vp, BhFK, Wa.-T, BHP 1,2+3
> Führerpreis 1996 in Chorin
> Auszeichnung für 20 + 40 SchwhN
Züchter: Werner aus Bordesholm
Bellas Geschichten: "Bella in Chorin" und "Auch das Alter kann schön sein"

Die beiden Teckel brachten viele jagdliche Erfolge mit nach Hause. Antons Liebstes war das Stöbern oder den Fuchs ordentlich scheuchen - Bella mehr die Ruhige, hatte ihre Prüfungen alle sehr gut bestanden, die eine oder andere ging auch mal daneben, aber ihre liebste Arbeit war die Schweißarbeit und später die Naturnachsuche. Ich hatte keinen Jagdschein und wurde im Kreis Plön bald bekannt mit dieser hervorragenden Schweißhündin (auch ohne Jagdschein). Wo Bella nichts fand, da war auch nichts. Ich habe sehr viel gelernt durch und mit dieser Hündin. Sie zeigte mir alles und nicht umgedreht.

 Die ganzen Erfolge und auch Niederlagen meiner Teckel können sie in der nachfolgenden Datei nachlesen.
"Erfolge & Niederlagen"

Es entbrannte eine heiße Liebe zwischen den Bella und Anton. Nun wollte ich endlich züchten. Ich bin seit 1992 Mitglied im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. , besuchte einige Ausstellungen und führte verschiedene Gebrauchsprüfungen. Nun sollte es endlich mit der Zucht losgehen - ich brauchte einen Zwingernamen. Wie sollte es anders sein, Kinder der Liebe brauchen einen passenden Namen. Ich suchte lange, denn ich wollte etwas Besonderes haben und so kam mir die Idee, aus dem Namen der beiden Hunde einen Zwingernamen "zu basteln".

Aus Teilen der Vornamen meiner beiden Teckel sollte der Zwingername entstehen:
aus Anna bel l + An ton
wurden die
"Belton´s...."

Anton und Bella

 Es wurde alles zusammen unternommen, alles gemeinsam gemacht und Anton liebte seine Bella und Bella ihren Anton. Sie ließ sich bereitwillig von ihm decken, als es dann endlich soweit sein sollte. Aber Bella wurde einfach nicht von Anton tragend. Sollte diese Liebe wirklich "ohne Folgen" bleiben?? Die Zeit lief gegen uns. Bevor Bella dann nun zu alt wurde - es musste ein anderer Rüde her.....
Ich entschied mich für:

"Max vom Eichtal" - Ahnentafel -
Stb.Nr.: 9008416 R, sauf., Täto-Nr.: 50 DA 270
Fw.: V(sg); Lz.: Sp, SchwhK, BhFK 95, BHP 1-2

Am 02.04.1996 wurden 2 Jungs und ein Mädel geboren; s. unter A-Wurf

Aber das war doch nicht das, was ich wollte !!

Aber ich wollte doch Nachzucht von meinem Anton und Bella haben. Er, in all den Jahren nicht träge gewesen, hatte schon mit anderen Dackeldamen "etwas gehabt" und auch schöne, vielversprechende Welpen gebracht. Es gab einen Sohn nach Anton, einen sehr schönen Rüden Namens .....

"Enno (Robby) vom Langenbalkenfelde" - Ahnentafel -
Stb.Nr.: 9407510 R, WT.: 14.09.1994 - 2008
Fw: sg, Lz: Sp, BhFK 95, Wa.-T.
nach Enno sind 3 Würfe mit 6/4 Welpen gezogen

Bella und Enno, genannt Robby, nein die "wahre Liebe" war es zwischen den Beiden wirklich nicht. Robby bekam jedes Mal Prügel von Bella, wenn es ums Decken ging. Sie liebte immer nur "ihren" Anton. Aber Frauchen wollte, dass Bella den Robby lieben sollte. Also wurde "stillgehalten" - wenn es dann sein musste !!

Aus dieser Paarung gingen insgesamt 10 wunderschöne Welpen hervor. Die, die auf Gebrauchs-prüfungen geführt wurden, gingen meistens als Tagessieger nach Hause. Die, die auf Ausstellungen gezeigt wurden, erhielten alle ein "vorzüglich". - siehe unter B, C und D-Wurf -
Und wenn Bella und Robby sich später trafen - es herrschte freudige Begrüßung. War es doch vielleicht einmal Liebe ?

Nachdem Bella zwischen Welpen kriegen, Welpen großziehen und tragend sein, hochkarätige Schweißprüfungen Bundesweit bestand, wurden wir immer häufiger im Kreis Plön zu anspruchsvollen Naturnachsuchen gerufen (ich - immer noch ohne Jagdschein!!). "Ihre Hunde haben nun so viel für Sie getan!" die Aussage eines unserer Gebrauchsrichter, "nun wird es Zeit, dass Sie etwas für Ihre Hunde tun!" Dieses bezog sich auf meine konsequente Weigerung den Jagdschein zu machen. Der Druck erhöhte sich aber noch mehr, da Bella und ich nun regelmäßig zu Nachsuchen ins Revier gerufen wurden. Also gab ich mir selber einen Ruck, meldete mich zum Unterricht an und bestand im Mai 1998 meine Jägerprüfung.

Was auffällig bei allen meinen Teckeln ist, die geführt wurden, ist die "gute Nase", die sich von Bella optimal vererbt hat. Selbst die Nachzuchten von Borsti, Choco, Conrad und Donner hatten eine fantastische Nase und viele arbeiten mit Bella´s Ruhe und Konzentration. Bis heute, im Jahr 2018, kann ich verfolgen, wie die Nasenarbeit meiner Bella und auch von Borsti immer wieder, selbst bei Ur-Ur-Urahnen, zufinden ist. Und das macht mich stolz, als damaliger Anfänger, die so viel Glück hatte, solche Hunde zu haben ....

Die Teckel, die am Bau arbeiteten, gingen mit Ruhe und Besonnenheit, aber mit Raubwildschärfe dem Reinike an den Kragen.

Nun habe ich schon mehrere Jahre den Jagdschein und auch noch nicht eine Minute bereut. Meine Lieben sind die glücklichsten Hunde, wenn es in die grünen Klamotten geht, die Waffe und der Rucksack genommen werden und wir in Richtung Revier fahren oder gehen.

.... meine Lieben - sie fehlen uns .....